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* AnwaltOnline - Reiserecht
Oktober 2004 *
* von http://www.AnwaltOnline.org
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* ISSN: 1511-8975
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In dieser Ausgabe:
*1* Interessante
Urteile & Neues
*2* Das
Thema des Monats
*3* Mehr
von AnwaltOnline
*4* Kontakt
/ Abonnieren / Kündigen / Adressänderung
*5* Impressum
und Haftungsausschluss
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*1* Interessante Urteile
& Neues
>> Reisemängel nur beanstandet
... Monatsfrist tickt
weiter!
Ansprüche aufgrund von Reisemängeln
sind binnen Monatsfrist
nach dem vertraglichen Reiseende zu stellen.
Wurden Mängel
lediglich bei der örtlichen Reiseleitung
beanstandet und hat
der Reisende sich hierbei Ersatzansprüche
vorbehalten, so
sind Ansprüche nach Reiseende nochmals
innerhalb der Monats-
frist geltend zu machen.
Die bloße Beanstandung reicht nicht
aus.
LG Düsseldorf – Az: 22 S 271/99
>> Vereinsreise ohne Mitgliedschaft?
Ein Verein, der ein Nichtmitglied an einer
Vereinsreise
teilnehmen läßt, haftet nicht,
wenn das Nichtmitglied einen
Unfall erleidet, weil er im Gegensatz zu
den Mitgliedern
keine Unfallversicherung abgeschlossen hat.
Eine diesbezügliche Hinweispflicht des
Vereins vor
Reiseantritt besteht nicht.
OLG Celle – Az: 11 U 70/01
>> Reisemangel, wenn der Opernbesuch
schief gelaufen ist?
Wurde eine Opernreise gebucht, dessen Schwerpunkt
ein Opern-
besuch war, so liegt ein erheblicher Reisemangel
vor, wenn
die Opernkarten entgegen der Ankündigung
im Prospekt nicht
im Hotel bereitliegen, sondern an der Abendkasse
abgeholt
werden müssen und mehrere Teilnehmer
trotz ausdrücklichen
Wunsches bei Buchung während des Opernbesuchs
nicht neben-
einander sitzen konnten. Eine Minderung von
insgesamt 25%
ist daher gerechtfertigt.
AG Bad Homburg – Az: 2 C 33/02-15
>> Krank während Jugendreise –
ab ins Krankenhaus?
Gegen den Willen eines erkrankten Jugendlichen
muß der
Betreuer diesen nur bei einer akuten Notsituation
ins
Krankenhaus einweisen lassen.
Eine solche Notsituation liegt nicht vor,
wenn der kranke
Jugendliche angibt, solche Beschwerden (akutes
Halsweh)
bereits öfters gehabt zu haben und dass
Schmerzmittel
ausreichend seien.
LG Halle – Az: 2 T 313/01
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diesen Monat zusätzlich:
>> Meer nur über Treppe erreichbar
- Minderung?
>> Auslandsreisekrankenversicherung
zahlt nicht immer für
Bypass
>> Behinderte als Reisemangel?
>> Storno bei Krankheit muß rechtzeitig
erfolgen!
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Weitere Urteile
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*2* Das Thema des Monats
>> Überbuchung
Immer wieder werden Reisende mit dem Problem
von überbuchten
Flügen und Hotels konfrontiert. Grundsätzlich
gilt es, die
Überbuchung von Linienflügen und
Direktbuchungen von der
Überbuchung bei einer Pauschalreise
zu unterscheiden.
> Hotelüberbuchung bei individueller
Buchung
Wurde das Hotel selbst und nicht im Rahmen
einer Individual-
reise gebucht, so hat der Reisende in Deutschland
Glück: Der
Hotelier ist bei einer Überbuchung voll
schadenersatz-
pflichtig. Im Ausland gilt das jeweilige
Landesrecht. Eine
Geltendmachung von Schadensersatz dürfte
im Ausland
regelmäßig langwierig und kostenintensiv
sein.
> Überbuchung bei Linienflügen
Ist ein Linienflug bzw. ein einzeln gebuchter
Charterflug
überbucht, so ist dem Betroffenen Schadenersatz
gem. der
EU-Verordnung 295/01 zu leisten. Es kann
grundsätzlich
zwischen Erstattung des Flugpreises, schnellstmöglicher
Beförderung und dem Flug an einem anderen
Tag gewählt
werden.
Je nach Strecke und Verspätungsdauer
fällt der Schadenersatz
unterschiedlich aus:
Flüge bis zu 3.500 km
Verspätung bis zu 2 Stunden: EURO 75
Verspätung mehr als 2 Stunden: EURO
150
Flüge über 3.500 km
Verspätung bis zu 4 Stunden: EURO 150
Verspätung mehr als 4 Stunden: EURO
300
Darüber hinaus haben Betroffene Anspruch
auf Erstattung der Kosten für
Telefonate, etw. Hotelübernachtungen
etc.
>> Aktuelle Reisewarnungen
Zur Zeit warnt das Auswärtige Amt vor
Reisen in die
folgenden Länder:
Somalia
vom 27.09.2004
Afghanistan
vom 24.09.2004
Haiti
vom 21.09.2004
Irak
vom 17.09.2004
Zentralafrikanische Republik
vom 06.09.2004
Kongo (Demokratische Republik Kongo)
vom 15.07.2004
In der Ausgabe für AnwaltOnline Direkt
Abonnenten finden Sie
diesen Monat zusätzlich:
> Hotelüberbuchung bei einer
Pauschalreise
> Überbuchung des Fliegers bei
einer Pauschalreise
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