Die
EU-Kommission hat die Umsetzung der Vorschriften über die maximale
Größe des Handgepäcks verschoben. Grund sind die zu erwartenden
Nachteile im Hinblick auf die Luftsicherheit und den Komfort der Passagiere.
EU-Kommissionsvizepräsident Jacques Barrot, zuständig für
Verkehr, erklärte: "Die EU-Kommission hat unter Beweis gestellt, dass
sie bereit ist, auf fundierte Argumente von seiten der Interessengruppen
einzugehen, die sich für eine spätere Einführung der Vorschriften
über die Größe des Handgepäcks ausgesprochen haben.
Deshalb vertreten wir die Auffassung, dass es für die europäischen
Bürger am besten wäre, wenn die Einführung der Vorschriften
bis Mai 2008 verschoben wird."
Gemäß
den Vorschriften über die Handgepäckgröße wurde die
maximale Größe des Handgepäcks auf 56cm x 45cm x 25cm begrenzt.
Ziel ist, bei der Sicherheitsüberprüfung im Flughafen verbotene
Artikel im Handgepäck leichter auffindbar zu machen.
Die
EU-Kommission hat die Europäische Zivilluftfahrtkonferenz (ECAC) nun
gebeten, in den nächsten zwölf Monaten die Vorteile für
die Sicherheit zu bewerten, die mit einer Begrenzung der Handgepäckgröße
einhergehen. Zusammen mit weiteren von den Mitgliedstaaten und den Interessenverbänden
übermittelten Informationen soll Ihr Bericht bis Dezember 2007 vorliegen.
Ein Folgebeschluss wird dann auf der Grundlage dieser Beiträge gefasst.